Kameradschaftshilfe

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen, verehrte Leser, eine Auswahl von Kameradschaftshilfen für Soldaten/Innen sowie für Angehörige von Soldaten vor, bei denen wir die Betroffenen bzw. die Hinterbliebenen unterstützen konnten. Weitere kronkrete Beispiele sind auf den Unterseiten beschrieben.

Hier können Sie die komplette Darstellung (PDF-Dokument) lesen.


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Wer entscheidet über die Vergabe von Kameradschaftshilfen ?


Der Geschäftsführende Vorstand entscheidet direkt über notwendige Soforthilfen bei Todesfällen und über Kameradschaftshilfen in geringfügiger Höhe sowie auch bei einsatzbedingten Fällen. Alle anderen Fälle werden an den Spendenausschuss übergeben. Rund 50 % der Fälle werden durch diesen entschieden.

Wie der Spendenausschuss arbeitet können sie hier lesen.

Detailübersichten zu den Kameradschaftshilfen der Vorjahre finden Sie im Register Tätigkeitsbericht.

Hinweis:
In dieser Tabelle sind die entschiedenen Kameradschaftshilfen des laufenden Jahren nach TSK bzw. OrgBereichen dargestellt.

Hinweis: In der Tabelle sind die Ausgabensummen für die getroffenen Entscheidungen im Jahr 2021 (bis 12/2021) berücksichtigt. Die Zahlen können von denen der Buchhaltung abweichen!

Anonymisierte Berichte zu Kameradschaftshilfen, die wir für Angehörige der einzelnen Organisationsbereiche geleistet haben finden sie auf den entsprechenden Unterseiten! Rufen Sie z.B. die Unterseiten für den Organisationsbreich CIR oder Heer über den Button oben auf.

„Auf den Hund gekommen….“

 

Hauptfeldwebel X entwickelte aufgrund von traumatischen Erlebnissen in verschiedenen Auslandseinsätzen ein posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS). Sein Lebensalltag ist dadurch sehr eingeschränkt. Er war bereits mehrfach in stationärer Behandlung und wird nach wie vor ambulant betreut, sodass seine psychische Gesundheit schon etwas stabilisiert werden konnte. Zwischenzeitlich war er zudem an Covid-19 erkrankt und befindet sich nun in der Wiedereingliederungsphase. Aber es kommt immer noch zu Intrusionen*, Flashbacks, Angstattacken und weiteren Auswirkungen in seinem Alltag.

 

Aus Sicht sowohl des militärischen als auch des zivilen Arztes wäre die Unterstützung der Therapie mit einem ausgebildeten Begleithund sinnvoll und wünschenswert. Zur Art und Umfang der Ausbildung des in Frage stehenden Hundes wurde ergänzend eine kompetente Stellungnahme eingeholt. Die Ausbildung und Anschaffung eines solchen Hundes ist sehr kostenintensiv und kann im Einzelfall mit bis zu ca.
28.000 Euro zu Buche schlagen.

 

Die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung tritt für diese Kosten noch nicht ein und der Soldat müsste damit die Kosten für den Hund als auch für dessen Ausbildung allein tragen.

 

In solchen Fällen hilft z.B. die „Aktion Pfötchen“. Diese Initiative wurde durch Hauptfeldwebel Alexander Schmidt, der selbst an PTBS leidet, ins Leben gerufen. Die „Aktion Pfötchen“ zielt darauf ab, Kronkorken zu sammeln und mit deren Verwertung Gelder zur Anschaffung von PTBS-Begleithunden zu erwirtschaften. Sämtliche Spendengelder dieser Initiative werden dem Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. zur Verfügung gestellt.

 

Seit Juni 2020 wird Hauptfeldwebel X durch den zuständigen Sozialdienst der Bundeswehr unterstützt. Der Sozialdienst stellte dazu - nach Rücksprache mit diversen Stellen und Klärung der Voraussetzungen - 2021 einen Antrag auf eine finanzielle Unterstützung zur Beschaffung und Ausbildung eines PTBS-Begleithundes an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V., aber auch an das Bundeswehr-Sozialwerk e.V. sowie die Deutsche Härtefall-Stiftung.

 

Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. hat in einer Spendenausschusssitzung diesen Fall beraten und beschlossen, dem Soldaten finanziell bis zur Höhe der entstehenden Gesamtkosten zu unterstützen. Eine Entscheidung über die Beteiligung der Deutschen Härtefall-Stiftung steht noch aus. Diese wird voraussichtlich im November hierüber beraten. Somit ist die tatsächliche Höhe der Unterstützung durch das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. abhängig von der Beteiligung der anderen Organisationen. Die Unterstützung erfolgt schrittweise und orientiert sich an dem erreichten Ausbildungsstand des Begleithundes.

Wir wünschen Hauptfeldwebel X viel Freude mit seinem neuen „Kameraden“, den er voraussichtlich im Januar 2022 zu sich nehmen kann, und hoffen, dass ihm mit seinem Begleithund geholfen werden kann und seine Genesung rasch voranschreitet.


Erläuterung "Intrusion":

*Als Intrusion bezeichnet man in der Psychotraumatologie das häufig durch einen Schlüsselreiz (Trigger) unkontrollierbar wiederkehrende, quälend ins Bewusstsein drängende Wiedererinnern und Wiedererleben von traumatischen Ereignissen und Situationen oder Beschäftigen mit damit in Verbindung stehenden, ungeklärten schmerzhaften Fragen und Gedanken, die durch die tiefe seelische Erschütterung durch das Trauma oder die dadurch zerstörten Grundüberzeugungen aufgeworfen wurden. Dabei werden in der Regel auch die mit diesem Ereignis verbundenen (assoziierten), belastenden emotionalen Zustände reaktiviert. Intrusionen können auch unerwartet und ohne bewusst wahrnehmbaren (‚subliminalen‘) äußeren Schlüsselreiz (Trigger) auftreten und entziehen sich der willentlichen Kontrolle. Intrusionen sind dadurch zumeist emotional und physiologisch sehr belastend und mit vegetativer Übererregung (Hyperarousal) und starker Stressbelastung, Herzrasen, oft auch Schweißausbrüchen, Atembeschwerden, Zittern bis hin zu Panikattacken und Angina Pectoris verbunden.


Bericht: SHWBw e.V.

Übergabe Sportpakate an Einsatzgeschädigte am 20.01.2021


Die Gruppe Sporttherapie nach Einsatzschädigung der Sportschule der Bundeswehr führt regelmäßig verschiedene Sporttherapie-Maßnahmen für einsatzgeschädigte Soldaten und Soldatinnen an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf durch.
Mit dem Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. besteht eine Kooperation bezüglich der Unterstützung der Genesung durch Sportpakete. Hierbei handelt es sich um Geräte-Set im Wert von ca. 270,00 Euro, welches die Genesung der Soldatinnen und Soldaten unterstützen soll. Dieses Sportpaket wird 3x im Jahr im Rahmen der Maßnahme "Sporttherapie nach Einsatzschädigung" (Dauer 3 Wochen) an die Teilnehmenden zum Training ausgeliehen und kann nach Erfüllen bestimmter Kriterien in deren Besitz übergehen.


Im Januar 2021 wurde nun wieder eine Sporttherapie-Maßnahme mit reduzierter Anzahl der Teilnehmenden durchgeführt.
Dabei wurde auch eine symbolische Übergabe der Sportpakete druchgeführt. Die Übergabe erfolgte unter Mitwirkung des Leiters der Sportfördergruppe Warendorf, Herrn Oberstabsfeldwebel Mahrhold, der auch der Vertreter des SHWBw an der Sportschule ist.


Sporttherapie beginnt da, wo der herkömmliche Rehabilitationsprozess endet. Im Alltag und dem persönlichen Umfeld des Patienten und seinen Angehörigen. Der Lehrgang „Sporttherapie nach Einsatzschädigung“ an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bildet somit einerseits den Startpunkt zur zielgerichteten Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und andererseits der Überprüfung der Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Zuge einer Langzeitbetreuung.


Diese auf lange Dauer ausgerichtete Sporttherapie für einsatzgeschädigte Soldaten unterstützt das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. nun schon mehrere Jahre durch die Bereitstellung eines Sportgerätesets an jeden einzelnen Lehrgangsteilnehmer.


Foto: Dietmar Mahrhold

Spendenausschusssitzung beschließt Hilfen über insgesamt 56.183,18 Euro


Neben "normalen" Fällen war beim Spendenausschuss am 21. Januar 2015 wieder eine Delphintherapiemaßnahme für vier Patienten des Bundeswehrkrankenhauses in Koblenz Gegenstand der Beratungen. Die Maßnahme soll im Zeitraum 14.02. bis 28.02.2015 im Curacao Dolphin Therapy Centre in Willemstad durchgeführt. Das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr trägt diese Therapie mit Kosten in Höhe von 43.383,18 Euro allein. Bild: Der Spendenausschuss bei der Beratung.

Erneute Unterstützung durch das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. für eine Delphintherapie


Erneut hat das SHWBw im Oktober 2014 eine Delphintherapie für SoldatenInnen mit einer Summe von 27.439,19 Euro (=75 % der  Kosten) unterstützt, die vom Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz organisiert wurde. Die SVS-Stiftung des Deutschen Bundeswehrverbandes übernahm die restlichen 25 %.

Bereits im Jahr 2011 hatte das SHWBw eine erste Delphintherapiemaßnahme des Bundeswehrkrankenhauses in Berlin mit 36.000 Euro (=100 %) und im Sommer 2014 die erste Delphintherapiemaßnahme des Bundeswehrkrankenhauses in Koblenz mit 15.600,40 Euro (=50 %) gefördert.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr berichtet auf seiner Internetseite ausführlich über diese Maßnahme:

http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/a/sanitaetsdienst/!ut/p/c4/NYuxDoJAEAX_aPfQhrMTaewMDWK3HhfYBPbIsmJi_HiPwjfJNJOHD8wIbTyQcRKa8I5d4NPzDZ-VBNaoG4cIQmFUDqNhuz_6CCFJtN0WxTh7ULKksCS1aS8v1VyAe-xcUVeudP8VX39rLgdf-mN9rRpc5vn8A1Mi3Eg!/

Tierthearpien


Mit seinen bisherigen finanziellen Leistungen bei tiergestützten Therapien für PTBS-geschädigte Soldaten in einer Höhe von insgesamt 124.422,77 Euro gehört das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. sicherlich nicht zu den "Klein-Sponsoren".

Informationen zum bisherigen Beitrag des SHWBw zu Tiertherapien für PTBS-geschädigte Soldaten können Sie hier nachlesen.


Weitere tiergestützte Therapien folgenten in den Jahren 2015 und 2016. Damit erreichten die Ausgaben allein hierfür die beachtliche Summe von 216.649,60 Euro.

Rollstühle für den Behinderten-Basketballsport


Mit einer Summe von 13.000,00 Euro unterstützt das SHWBw die Beschaffung von 12 speziellen Rollstühlen für den Behinderten-Basketballsport an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf. Das Projekt wird vom Förderverein zur Unterstützung der Arbeit mit Versehrten am Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr (FUAV) ermöglicht. Die Gesamtkosten betragen 30.000,00 Euro.